Die Hochbeete sind vorbereitet, die Blumentöpfe für die Terrasse stehen bereit – der Sommer kann kommen. Doch ich muss meine Ungeduld zügeln, damit ich nicht zu früh pflanze. Bis 15. Mai können die sogenannten Eisheiligen immer noch Frost bringen. Eine alte Bauernregel lautet: „Pflanze nie vor der kalter Sophie“.
Mit Kältestress bei Pflanzen ist nicht zu spaßen und ich musste – schon öfter, Lehrgeld bezahlen. Gerade bei mediterranen oder wärmeliebenden Pflanzen, die im Gewächshaus gezogen werden, kann eine Frostnacht großen Schaden anrichten. Auch wenn die Regel mit den Eisheiligen nicht immer ganz zutreffen, ist es für den Hobbygärtner eine gute Richtlinie, denn ab Mitte Mai nimmt die Gefahr von Nachtfrost ab. Wer Sommerblumen oder Gemüse früher ins Freie setzt, sollte immer den Wetterbericht und die Temperaturen im Augen behalten und die Pflanzen vor Kälte schützen.
Ein paar Tage nach Ostern war ich in unserem Gartencenter um ein kleines Geschenk zu besorgen und sehr überrascht, dass die Kunden bereits Geranien, Petunien und Tomatenpflanzen gekauft haben. Auch wenn die Sonne bereits viel Kraft hat und lockt die ersten Pflanzen ins Freie zu bringen, konnte ich meine Ungeduld zügeln. Gleich nach Ostern hatten wir nachts wieder Frost und auch letzte Woche war es trotz Sonnenschein sehr kalt. Auch wenn man voller Vorfreude auf das neue Gartenjahr ist und es kaum abwarten kann, die Terrasse zu schmücken und Gemüse zu pflanzen, bei kälteempfindlichen Pflanzen sollte man in jedem Fall bis nach den Eisheiligen warten.
Die Natur unterwirft sich keinen Gesetzen, sondern zeigt sich oft sehr eigenwillig. Die Eisheiligen sind daher nur eine grobe Richtlinie und zur Sicherheit sollte man auch danach immer den Wetterbericht immer im Auge behalten.